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6. 6. 15   

Tanznachmittag der Älteren beim Landesturnfest

Liebe Turnschwestern und liebe Turnbrüder,

ich möchte Euch auch zum Tanznachmittag der Älteren beim Landesturnfest in Siegen recht herzlich begrüßen.

Ich möchte Euch heute das Karl Drewer-Turnerhilfswerk e.V. einmal vorstellen.

Wann ging es den damals los und mit dem unserem Sozialwerk
im Westfälischen Turnerbund.

Ich zitiere: aus dem Buch Jahresringe

Der in Moers geborene Christian-Friedrich Schloer war einer der profiliertesten Gestalten in der rheinisch-westfälischen Turnbewegung. Er wurde auf dem Kreisturntag am 25. 10. 1896 besonders geehrt,
indem seine Stiftung mit seinem Namen Schloer-Stiftung
gegründet wurde.

Sie hatte den Zweck unbemittelten Kreisgenossen in Notfällen außergewöhnliche Hilfe zu gewähren.

Der Gedanke an Selbsthilfe war bei den Turner immer stark verankert.
Sie setzt da ein, wo die Kräfte des Einzelnen nicht ausreichten,
die eigene Not zu beheben oder zu lindern, die durch turnerische Betätigung infolge Unfalls entstanden war.

Denn der Staat hatte sich Grenzen gesetzt und erkannte den Sportunfall nicht als Krankheit an.

Nach der Gründung des westfälischen Turnkreise VIII a wurde ein eigenes Hilfswerk 1906 ins Leben gerufen.
Es ging von 1906 bis 1925.

Aber nach dem zweiten Weltkrieg musste neu angefangen werden.
Die Gründung eine eigenen Turnerhilfswerkes im Jahr 1955 war zu jener Zeit ein kleines Wagnis.

Noch gab es keinen allgemeinen Wohlstand, keinen voll ausreichenden Versicherungsschutz.

Vor allen war es der damalige Landeskassenwart Hans Vahle aus Münster, der zur Gründung eines eigenen Hilfswerkes in Westfalen aufrief.
Am 15. Oktober 1955 war es dann soweit.

Der Geschäftsbetrieb wurde im Jahr 1956 aufgenommen, nachdem das Finanzamt die Anerkennung der Gemeinnützigkeit ausgesprochen hatte.

Karl Drewer, damaliger Kulturwart des DTB und WTB sagte:

Mit der Gründung unseres Westfälischen Turnerhilfswerkes haben wir eine soziale Tat vollbracht.

Ihn zu ehren haben wir also dem Turnerhilfswerk einen neuen Namen gegeben.

Karl-Drewer-Turnerhilfswerk e.V.

In der Satzung werden die Ziele und Aufgaben wie folgt definiert.

Der Verein hat die Aufgabe:

Turnerinnen und Turnern des Westfälischen Turnerbundes e.V. (WTB), die in eine Notlage geraten sind, durch die Gewährung von Zuschüssen zu unterstützen,

Turnerinnen und Turnern des WTB Zuschüsse für Kur- und Rehabilitationsmaßnahmen zu gewähren,

Turnerinnen und Turnern des WTB mit körperlichen Einschränkungen durch Zuschüsse für Hilfsmittel weiterhin die Möglichkeit zu geben, am Leben in der turnerischen Gemeinschaft teilzunehmen,

Unterstützung von Einzelmaßnahmen der Turnerjugend des WTB,

Aus einer Chronik zum 25 jährigen Bestehen im Jahre 1981 habe ich folgenden Absatz gefunden: ich zitiere:

Die Turngaue sind es, die die Beiträge aufbringen.
Für jedes Mitglied sind pro Jahr DM 00,02 abzuführen,
das gibt alljährlich einen Betrag von zur Zeit etwa DM 6.000,--.
Bis einschließlich 1981 wurden an Beihilfen in 25 Jahren rund
DM 134.000,-- ausgeschüttet in etwa 280 Einzelfällen.

Diese verteilen sich auf allgemeine Beihilfen und Erholungsfürsorge.

Auch die Betreuung von erholungsbedürftigen, an Lebensjahren älteren Turnerinnen und Turner aus der DDR gehört zu einer anerkannten und dankenswerten Hilfe.
Sie besteht in einem 10tägigen kostenlosen Aufenthalt in Oberwerries. Zitat Ende.

Was wünschen wir uns:

Das die Finanzierung unserer sozialen Aufgaben weiter aus den Mitgliedsbeiträgen und Spenden erfolgen kann.
Wir sind also auf die Hilfe des westfälisch-lippischen Turnervolkes angewiesen.
Jede Zuwendung hilft uns Helfen.

So das war eine kleine Information über das Karl Drewer-Turnerhilfswerk e.V.

Erich Kästner schrieb einmal:
Es gibt nicht Gutes - außer man tut es.

Ich danke für Eurer Aufmerksamkeit

Siegen, den 6.6.2015

Gerda Ottner
1. Vorsitzende